In Umsetzung der Bayerischen Demenzstrategie hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zur Optimierung der Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz und der sie häuslich Pflegenden die niederbayernweit agierende Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern eingerichtet, die ihre Arbeit am 01.02.2020 aufgenommen hat. Ziel der bereits 2013 entwickelten Bayerischen Demenzstrategie ist neben einer bedarfsgerechten Betreuung, Pflege und medizinischen Versorgung insbesondere auch, Menschen mit Demenz bis zuletzt ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben in der Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen, Angehörige und andere nahestehende Personen, die Menschen mit Demenz betreuen und pflegen, zu unterstützen sowie die Gesellschaft für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.

Der Träger der Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern ist das Landshuter Netzwerk e.V..

Die Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema „Demenz“ in Niederbayern. Sie unterstützt den Wissenstransfer sowie den weiteren Auf- und Ausbau von Versorgungsstrukturen und Hilfsangeboten für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Darüber hinaus fungiert sie als Anlaufstelle für unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsstrukturen, wie beispielsweise die Fachstellen für pflegende Angehörige und die Pflegestützpunkte. Zudem hat die Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern auch Teile der Aufgaben der ehemaligen Agentur zum Auf- und Ausbau von Angeboten zur Unterstützung im Alltag übernommen.

Die Förderung für alle Fachstellen für Demenz und Pflege erfolgt aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie durch die Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern und durch die private Pflegeversicherung.

 

Dialogsbus am 17.11.2022 für pflegende Angehörige war ein voller Erfolg

Die regionale Fachstelle war unterwegs...

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Dialogforen, hat sich die Niederbayerische Fachstelle für Demenz und Pflege dazu entschieden aus dem Fachtag einen Fahrtag zu machen. „Wir wollen die pflegenden  Angehörigen direkt und vor Ort erreichen“, sagte Nadja Limmer, Leitung der regionalen Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern.

Am Donnerstag, den 17.11.2022 hielt der Dialogbus für pflegende Angehörige dann am Rathaus in Rottenburg. Gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Demenz, dem Pflegestützpunkt sowie der Schloßklinik Rottenburg wurden pflegende Angehörige und alle Interessierten in ihren Anliegen zu Pflege und Demenz von den beteiligten Fachkräften beraten, informiert und unterstützt.
Bürgermeister Holzner eröffnete die Aktion und bedankte sich in seinem Grußwort bei allen Beteiligten für ihr Engagement in der Seniorenarbeit. „Uns ist es sehr wichtig, in den Landkreis hinaus und auf die Betroffenen zu zugehen, um direkt dort Hilfe anbieten zu können, wo sie benötigt wird“, so Holzner.
Die vielen interessierten BesucherInnen konnten durch die gute Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen zu unterschiedlichen Thematiken umfassend beraten und informiert werden. Im Anschluss fuhr der Dialogbus dann weiter nach Bad Abbach.

Direkt vor dem Bürgertreff, im Zentrum der Stadt, durfte der Bus halten um zentral für die BürgerInnen zur Verfügung zu stehen. Auch hier wurden die Veranstalter sehr herzlich willkommen geheißen. Bürgermeister
Dr. Grünewald begrüßte alle Beteiligten und alle interessierten Bürger und verwies auf die Brisanz von „Demenz und Pflege“ als wichtige Themen in der Kommune. Dass dies schon gelebt wird, zeigt der neu installierte Bürgertreff im Mehrgenerationenhaus in Bad Abbach. Eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. In Bad Abbach war neben der AOK Pflegeberatung, Seniorenbeauftragte im Landkreis auch der Bürgertreff vertreten. Nach zwei kurzen Vorträgen der regionalen Fachstelle Niederbayern, gab es Gespräche mit den Interessierten, Kurzberatungen wurden durchgeführt und es gab eine direkte Vernetzung unter den Beteiligten.

Weiter ging es mit dem Dialogbus zur letzten Haltestelle nach Kelheim. Die Veranstalter platzierten sich mit dem Bus und den Infomaterialien direkt vor dem Rathaus. Mit dabei waren vom Landkreis Kelheim die Gesundheitsregion Plus und der Seniorenbeauftragte und auch hier die AOK Pflegeberatung. Auf Grund einer spontan einberufenen Sitzung von hoher Wichtigkeit, mussten die Grußworte von Bürgermeister Schweiger, entfallen.

Die regionale Fachstelle für Demenz und Pflege möchte allen Beteiligten für ihr Engagement, für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung und den Einsatz vor Ort sehr herzlich danken. Für 2023 laufen schon die Planungen wieder mit dem Dialogbus durch Niederbayern zu fahren, um pflegende Angehörige vor Ort zu erreichen und auf die wichtigen Themen Demenz und Pflege direkt aufmerksam zu machen.

Neu: Krisentelefon für stationäre Pflege "Pflege-SOS Bayern" beim Landesamt für Pflege

Die Pflege-SOS Bayern ist seit dem 7. März unter folgender kostenfreier Nummer erreichbar:

09621 966 966 0.

Pflegebedürftige, An- und Zugehörige sowie Pflegekräfte können sich aber auch schriftlich
per E-Mail an pflege-sos(at)lfp.bayern.de wenden.

Webseite: www.lfp.bayern.de/sospflege


Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek treibt seine Offensive für einen besseren Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen weiter voran. Am Montag (7. März) startete für den Fall von Missständen die neue Anlaufstelle mit dem Namen „Pflege-SOS Bayern", die gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Pflege (LfP) aufgebaut wurde. Der Minister betonte am vergangenen Sonntag: „Missstände in Pflegeheimen müssen schnell erkannt und behoben werden. Deshalb ist es wichtig, dass alle – wie Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte – mögliche Beschwerden rasch vortragen können. Wenn gewünscht, ist das auch anonym möglich."

Das „Pflege-SOS Bayern" eröffnet Betroffenen zusätzlich zu den bereits bestehenden Wegen eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, ihre Anliegen zentral anzubringen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ‚Pflege-SOS Bayern' sind pflegefachlich qualifizierte Expertinnen und Experten. Wo sie nicht unmittelbar weiterhelfen können, vermitteln sie weiter.
Zusätzlich gibt es weiterhin die übergeordneten Beschwerdestellen bei den sieben bayerischen Regierungen. Auch an die vor Ort zuständige Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen (FQA) kann man sich selbstverständlich auch künftig wenden.

Text aus dem Newsletter der Koordinationsstelle "Pflege und Wohnen"

Corona-Virus

Viele Träger von Angeboten zur Unterstützung im Alltag und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstellen für pflegende Angehörige sowie der Pflegstützpunkte sind verunsichert, wie sie sich in Zeiten der Corona-Pandemie verhalten sollen.

Deshalb möchten wir Ihnen gerne einige Informationen zu Verfügung stellen. Diese haben wir hier für Sie gesammelt.

 

 

Einzelpersonen nach § 82 Abs. 4 AVSG stellen ein neues Format der Angebote zur Unterstützung im Alltag dar. Hierdurch können Menschen mit Pflegegrad unter bestimmten Voraussetzungen Angebote zur Entlastung und Unterstützung, die von vertrauten Personen geleistet werden, über den Entlastungsbetrag abrechnen.

Auf unserer Website www.einzelperson-bayern.de finden Sie alle wichtigen Informationen zu diesem Thema sowie die Möglichkeit zur Registrierung zur ehrenamtlich tätigen Einzelperson.

 

 

Telefonische & digitale Unterstützungsangebote für Professionelle

HOTLINE DEMENZ in Zeiten von Corona-Pandemie:

Wenn Sie als Profi Rat, Hilfestellung oder einfach nur einen fachlichen Austausch zu Demenz wünschen, bietet

die Fachstelle für Demenz und Pflege in Niederbayern

•per Telefon 0163 – 7733124

•per E-Mail: Johanna.Myllymaeki(at)demenz-pflege-niederbayern.de

Unterstützung an.